Die KKA setzt starkes Signal für Tarifautonomie

Die KKA hat sich mit Krankenversicherern auf eine Steuerungsempfehlung geeinigt.

Die KKA-Delegation hat in den letzten Monaten intensiv mit den zwei Tarifpartnern tarifsuisse ag und Einkaufsgemeinschaft HSK über die Steuerungsempfehlung 2014 (und 2015) verhandelt – mit Erfolg. Die Vertragspartner empfehlen die Taxpunktewerte TPW in neun, beziehungsweise zehn Kantonen zu erhöhen und in einem Kanton zu senken. In den übrigen Kantonen bleiben die TPW unverändert auf dem Wert von 2013.

In seiner Gesundheitsstrategie 2020 hat der Bundesrat vier Handlungsfelder mit 36 Massnahmen zur Umsetzung der Gesundheitsziele formuliert. Dabei sind alle 36 Massnahmen in Bundeskompetenz, bei 24 von diesen 36 Massnahmen können die Kantone massgeblich Einfluss nehmen und bei nur 14 der 36 Massnahmen können die Leistungserbringer bei der Umsetzung mitwirken. Für die Zukunft sind aber innovative Lösungen zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung gefragt. Deshalb sollte der Staat neue Versorgungsformen fördern und nicht behindern, Anreiz- und nicht Verbotssysteme schaffen und die Tarifautonomie der Vertragspartner nicht untergraben (z.B. staatliche Tariffestsetzung im ambulanten Tarmed Bereich). Die Kantone sind zudem aufgerufen, ihre Rolle als Leistungserbringer, Finanzierer und Aufsichtsbehörde zu entflechten.

Mit dem erfolgreichen Verhandeln an zwei Fronten gleichzeitig hat die KKA neue Wege eingeschlagen und gezeigt, dass die Ärzteschaft auch mit unterschiedlichen Partnern Tarife vereinbaren kann. Die KKA hat ein klares Zeichen für die Tarifautonomie gesetzt.

Gemeinsame Medienmitteilung von KKA, tarifsuisse und HSK (PDF, 115 KB)

Medienecho zur Medienmitteilung (PDF, 159 KB)

2014 höhere TPW in der ganzen Ostschweiz (PDF, 673 KB)

Der Taxpunktwert bleibt im Kanton Bern unverändert (externer Link)